Freitag, 19. Oktober 2012

Sternenkind(er)




Hallo,

ich habe in der letzten Zeit immer wieder Beiträge von Leuten in FB gesehen die über Sternenkinder schreiben.
Was sind Sternenkinder?
Sternenkinder sind Kinder die von ihren Mamis ( Eltern ) losgelassen werden mussten......und nur in deren Herzen weiterleben...........
Als ich heute in einem Beitrag eine Buchempfehlung sah........zeriss es mir regelrecht das Herz..........
( Und ich meine das nun nicht böse, wen ich das nun so schreibe, ich finde es sogar gut das Leute Bücher vorstellen und auch darauf aufmerksam machen).

Dieses Buch wurde empfohlen:


http://www.amazon.de/dp/3629130232/ref=cm_sw_r_fa_dp_Ze8Fqb09P7JKQ

Bild Quelle Amazon

Als ich es hier anlas.........kam alles wieder hoch........die Freude.........das Bangen...........die Diagnose.............eine Entscheidung........der Tod.............

Dies hätte auch ich schreiben können.-

Was Trisomie 21 ist wissen wir alle........oder haben schon davon gehört...........aber das es auch Trisomie 13 und 18...........und und ..........gibt, das wird unter den Teppich gekehrt..........

Auch ich ( Wir ) bekam(en) die Diagnose das unser Kind nie leben  und nach der Geburt in meinen Armen sterben wird...........
Für mich brach damals meine heile Welt zusammen......
Auch wir sollten eine Entscheidung treffen...( Abbruch ).......wie kann man eine solche Entscheidung treffen?
So schlimm wie es sich anhört.........ich habe gebetet das mir die Entscheidung abgenommen wird........und ja, mir wurde diese abgenommen.......den das Kind starb in mir..........
Nach 48 Stunden Wehen brachte ich mein totes Kind auf die Welt...........

Auch ich hatte damit zu kämpfen das mein Kind beerdigt werden konnte.......zwar hatte es die 500g aber so richtig wollte man es nicht Ruhen lassen.
Aber letzt endlich durfte mein Kind einen Namen tragen und beerdigt werden.

Endlich wird es im Bundestag nicht mehr verdrängt.........und es wird auch hier zum Thema.

Hier der komplettet Bericht aus der Spiegelausgabe 42/2012

Als hätte es ihn nie gegeben
Vor Jahresende soll der Bundestag ein Gesetz verabschieden, das
winzigen Totgeburten ein Recht auf einen Namen und ein
Grab gewährt. Ein Paar aus Hessen hat die Änderung erkämpft.

Die Grenze sind 500 Gramm. Ab 500
Gramm ist ein totgeborenes Kind
ein Mensch. 499 Gramm sind eine
...










Kommentare:

Svanvithe hat gesagt…

Liebe Denise,

das ist ein trauriges Thema, das aber angesprochen gehört. Ich selbst habe schon für Schmetterlingskinder gestrickt, damit die zarten Wesen bekleidet zur letzten Ruhe gebettet werden können.

Herzliche Grüße

Anke

Mia hat gesagt…

Liebe Denise,
danke für diesen "interessanten" (wenn man das so sagen darf) Artikel und die Infos. Ich bin zwar selbst Krankenschwester, habe aber nichts mit Kinderkrankenpflege zu tun und auch in der Ausbildung sind Kinder/ Geburten,... nur am Rand am Thema, da ich ja nicht Kinderkrankenschwester / Hebamme bin. Ich wusste jedenfalls nichts übder die Gewichtsgrenze und bin ehrlich entsetzt. Das ist ja fürchterlich! Gut, dass Du darauf aufmerksam gemacht hast!

Auch noch möchte ich euch (auch wenn Du schreibst, dass es dir darum sicher nicht geht) mein Mitgefühl aussprechen und hoffe, dass Du den heutigen Tag, an dem alles so akut wieder auftaucht gut hinter dich bringen kannst. Man kann dazu gar nichts ausreichendes schreiben, solch ein Verlust ist nicht in Worte zu fassen.
Liebste Grüße
Mia

Mimi hat gesagt…

Danke für Deinen Artikel, bei mir ist es noch gar nicht lange her, dass ich unser Zwergelchen gehen lassen musste, erst ein paar Wochen...
Aber es wird wirklcih immer so darauf gedrungen in welcher Woche denn? Ach, so früh, dann seid doch froh, Ein Glück, dass es so früh schief ging, stellt euch mal vor, es wäre behindert zur Welt gekommen...

Ich möchte einfach nur mit meiner Trauer akzeptiert werden, aber das klappt leider nicht. Ich muss sofort wieder funktionieren und bitte ja niemanden damit belästigen, dass ich mal einen schlechten Tag habe, an dem ich mich eigentlich nur verkriechen und nicht gut drauf sein möchte.

Es ist offensichtlich für die meisten Leute unmöglich, so etwas wie den Gedanken an den Tod eines Kindes zu ertragen, anders kann ich mir diese Reaktionen nicht erklären.

DanY hat gesagt…

Ich finde deinen Artikel/Post wirklich traurig! Er stimmt nachdenklich! Mir war dieser Umstand nie bewusst, ich hoffe das Sternenkinder bald ihre Rechte bekommen können! Und die Eltern ihre Kinder in Würde beerdigen können!
Liebe Grüße Dany

KLANN-INCHEN DESIGN hat gesagt…

Mir treibt es die Tränen in die Augen...

Anne

Paulina hat gesagt…

Puh...es ist so unendlich traurig und ich fürchte mir fehlen auch die richtigen Worte,ich möchte auch nicht plump erscheinen und nichts falsches schreiben....Mein allertiefstes MitGEFÜHL,Petra

Anonym hat gesagt…

Das ist sooo ein wichtiges Thema und es ist immer gut und richtig wenn jemand das Schweigen bricht! Danke für deinen Mut.
LG Judith

Molly´s Honey hat gesagt…

Ganz ganz ganz ganz lieb drück!!!
Wir haben auch einen sternensohn.
Es ist 11 Jahre her.. Aber noch heute tuts Weh.

Ganz ganz ganz lieb drück!!!

mondbresal hat gesagt…

Liebe Denise,
erst heute habe ich die Muße, mich wieder durch die Blogs zu lesen.
Das Problem, mit den Sternenkindern habe ich auch erlebt. Mein kleiner Sohn kam in der 23 Woche mit 300 Gramm auf die Welt. Ich hatte einen Blasensprung, ihm fehlte gar nichts. Ich weiß genau, er lebte, als er auf die Welt kam, er konnte seine Lungen nicht entfalten. Trotzdem wurde von der Klinik immer behauptet, dass er tot geboren sei. Das war für mich lange ein Problem, bis ich mit einer Hebamme darüber sprach. Sie erklärte mir, mein Sohn hat sicher gelebt, meine Wahrnehmung wäre richtig gewesen, aber es ist gängige Praxis in den Kliniken, zu behaupten, das Kind wäre vor der Geburt gestorben (wenn doch sogar der Ultraschall die Herztöne noch angezeigt hat). Warum, das führt hier zu weit.
Rechtlich musst du nach ein paar Tagen nach einem "Abgang" wieder arbeiten, ansonsten hättest du Mutterschutz!!!! Ich hätte nach dem wochenlangem Kampf um die Schwangerschaft und der ganzen psychischen Balastung ein paar Tage mehr gebraucht, als die 3, die mir zugestanden wurden. mein Sohn Vincent wurde immerhin in einem Sammelgrab bestattet. Er wäre jetzt 10 Jahre alt.
Liebe Grüße
Renate